Freiwillige Feuerwehr

Unterdietfurt

Vorstandschaft

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1. Vorstand

Name: Andreas Stummer
E-Mail: 1.vorstand@feuerwehr-unterdietfurt.de
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2. Vorstand

Name: Wolfgang Gräfinger
E-Mail: 2.vorstand@feuerwehr-unterdietfurt.de
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Aktivenvertreter

Name: Bernhard Unterhuber
E-Mail: aktivenvertreter@feuerwehr-unterdietfurt.de
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Aktivenvertreter

Name: Stefan Kastenhuber
E-Mail: aktivenvertreter@feuerwehr-unterdietfurt.de
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Jugendwart

Name: Alexander May
E-Mail: jugendwart@feuerwehr-unterdietfurt.de
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Kassier

Name: Sonja Müller
E-Mail: kassier@feuerwehr-unterdietfurt.de
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Schriftführer

Name: Markus Entsfellner
E-Mail: schriftfuehrer@feuerwehr-unterdietfurt.de
  • Wehrführung

Ehrenmitglieder

Josef Niederer

Ehrenkommandant

1961 - 1969 2. Kommandant

Leonhard Huber

Ehrenkommandant

Ehrenkreisbrandmeister

1969 - 1990 1. Kommandant
1988 - 1999 Kreisbrandmeister Rottal-Inn

Rudolf Unterhuber

Ehrenkommandant

1990 - 2008 1. Kommandant

Totengedenken

Zum Gedenken aller verstorbenen Mitglieder und anderer Personen die in besonderer Weise mit der Freiwilligen Feuerwehr Unterdietfurt verbunden waren.

Möge das Ewige Licht Ihnen leuchten.

  • seit 2020
  • 2010 - 2019
  • 2000 - 2009

Franz
Hausberger

† 7. September 2024

Josef
Brandl

† 30. Juli 2024

Edi
Meusel

† 11. Mai 2024

Josef
Heuwieser

† 16. April 2024

Heinrich
Geier

† 16. November 2023

Josef
Schmaller

† 12. Mai 2023

Josef
Wimmer

† 26. Februar 2023

Josef
Mayer

† 7. Januar 2023

Johann
Bauer

† 12. September 2022

Andreas
Reichl

† 28. August 2022

Franz
Mühlthaler

† 19. Juli 2022

Rupert
Biedersberger

† 18. Juli 2022

Sebastian
Ecker

† 6. Juli 2022

Leonhard
Huber

† 1. Juli 2022

Alois Rudolf
Hummelsberger

† 12. Februar 2022

Hugo
Westenthanner

† 29. Dezember 2021

Konrad
Daxl

† 22. Oktober 2021

Geord
Hochholzer

† 29. März 2020

Ludwig
Geier

† 28. Oktober 2019

Josef
Anzengruber

† 17. Oktober 2019

Johann
Leipold

† 7. August 2019

Michael
Fahmüller

† 29. Mai 2019

Josef
Schilhansl

† 10. Mai 2019

Matthäus
Friedlmeier

† 5. April 2019

Johann
Pfeifer

† 2. April 2019

Konrad
Niederreiter

† 17. Februar 2019

Franz Xaver
Hofer

† 17. August 2018

Konrad
Mauerer

† 24. Mai 2018

Hans
Schneider

† 9. Mai 2018

Christoph
Schreiber

† 26. Februar 2018

John
Hartl

† 5. Februar 2018

Konrad
Schiebelsberger

† 1. Januar 2018

Heinrich
Käsmeier

† 18. Oktober 2017

Johann
Prost

† 12. September 2017

Helmut
Friedlmaier

† 27. August 2017

Franz-Xaver
Schmidtner

† 5. Februar 2017

Daniela
Wiesmann

† 17. Mai 2016

Georg
Friedlmeier

† 6. Mai 2016

Ludwig
Wagenhuber

† 15. März 2016

Franz
Marchner

† 30. September 2015

Hermann
Fuchsgruber

† 30. Juni 2014

Konrad
Stummer

† 24. Mai 2014

Matthäus
Grinzinger

† 12. April 2014

Georg
Audinger

† 31. März 2014

Ludwig
Brunner

† 18. Januar 2014

Christian
Heindlmeier

† 15. Dezember 2013

Loni
Klebl

† 21. August 2013

Ludwig
Hahn

† 15. Mai 2012

Wilhelm
Löffl

† 27. März 2012

Xaver
Palli

† 13. September 2011

Josef
Wohlmannstetter

† 14. August 2011

Johann
Hager

† 4. April 2011

Josef
Anzengruber

† 30. Juli 2010

Lorenz
Giglberger

† 3. Februar 2010

Adolf
Grünhager

† 24. September 2009

Johann
Wimmer

† 6. Mai 2009

Johann
Kellnberger

† 16. Februar 2009

Max
Wohlmannstetter

† 27. Januar 2009

Siegfried
Heidrich

† 22. Januar 2009

Johann
Wild

† 28. Juni 2008

Josef
Ettinger

† 5. April 2008

Robert
Reitberger

† 22. März 2008

Johann
Unterblümhuber

† 8. Februar 2008

Anton
Heuwieser

† 26. Dezember 2007

Otto
Schmid

† 17. Mai 2007

Wenzel
Straub

† 15. März 2007

Matthias
Niederer

† 23. Dezember 2006

Hans
Hahn

† 3. November 2006

Josef
Girnghuber

† 17. Mai 2006

Matthäus
Friedlmeier

† 22. März 2006

Johann
Großberger

† 4. Februar 2006

Magdalena
Hahn

† 28. Juli 2005

Josef
Erhardsberger

† 30. Oktober 2004

Geschichte

Die ersten Anfänge nahm die Feuerwehr Unterdietfurt sicher schon lange vor 1877, als sich freiwillig Männer bei Bränden und großen Unglücksfällen an den Schadensorten einfanden und Hilfe leisteten.

  • vor 1877 - 1899
  • 1900 - 1949
  • 1950 - 1999
  • seit 2000

vor 1877

Nach der Gründung des deutschen Reiches

Nach der Gründung des deutschen Reiches, im Jahre 1871, herrschte im ganzen Land Aufbruchsstimmung. Man hatte wieder ein einig Vaterland, wenn auch unter der Federführung Preußens. Vielerorts kam es zu Vereinsgründungen. Auch der schon bestehende Feuerschutz wurde durch einen Erlaß der Bayerischen Regierung straffer organisiert, das königliche Staatsministerium des Innern forderte am 02. Dezember 1872 die Verwaltungsbehörden auf, zur Verbesserung des Feuerlöschwesens aufs Eifrigste bemüht zu sein und neue Distriktslöschordnungen zu erlassen. Man darf annehmen, dass in Unterdietfurt, wie andererorts auch, eine wie früher üblich, kraft Verordnung oder zunftmäßig organisierte Pflichtfeuerwehr bestand.

1877

Gründungsdatum der FF Unterdietfurt durch Standarte belegt

Das Gründungsjahr unserer Feuerwehr ist leider nicht durch eine Gründungsurkunde oder ein entsprechendes Dokument nachweisbar. Lediglich die erste Standarte gab über das Gründungsjahr Auskunft.

1880

Erster Nachweis der Freiwilligen Feuerwehr Unterdietfurt

Hier ist der erste Nachweis der Freiwilligen Feuerwehr Unterdietfurt zu sehen. Es handelt sich um ein Schreiben an das königliche Bezirksamt in Eggenfelden. In diesem Schreiben wird aufgeführt, dass die freiwillige Feuerwehr aus 34 aktiven Mitgliedern besteht. Der Verwaltungsrat besteht aus folgenden Personen:

  1. Wilhelm Glonner, Hauptmann; approbierter Bader
  2. Johann Georg Lipf, Adjutant und Schriftführer; Handelsmann
  3. Lukas Lettel, Vorstand; Schriftführer
  4. Joseph Bichelmeier, Kassier und Zeugwart; Krämer
  5. Kastulus Stadler, Zugführer und Steiger; Sattlermeister
  6. Johann Gruber, Spritzenmeister und Zugführer, Schmiedmeister
  7. Franz Buchner, Zugführer der Ordnungs- und Rettungsmannschaft; Gemeindediener

Vorstand und Kassier ließen sich nur als passive Mitglieder herbei. Herr Dechant Mader und Herr Bachmeier, Cooperator, sind als Ehrenmitglieder beigetreten.

Auszug aus dem Schreiben an das Königliche Bezirksamt Eggenfelden mit Genehmigung des Staatsarchivs Landshut, Rep. 164, Verz. 4, Nr. 2890

1882

Nicht beigebrachte Anfragen bzw. Anforderungen des königlichen Bezirksamtes

Man darf zurückblickend annehmen, dass die Gründung von Freiwilligen Feuerwehren nicht überall auf Gegenliebe stieß. Die innere Ordnung der Feuerwehren wurde oft argwöhnisch beobachtet und manche Feuerwehr mußte sich durch Spenden ihrer Mitglieder und Bürger selbst finanzieren. Dass auch in Unterdietfurt nicht alles „rund“ lief, beweist ein Schreiben vom 20. August 1882 an das königliche Bezirksamt Eggenfelden. Da scheinbar Anfragen bzw. Anforderungen des königlichen Bezirksamtes nicht beigebracht wurden, schreibt der damalige Bürgermeister Geier, dass

„der Hauptmann Glonner in seiner Eigenschaft ganz nach Willkür schaffte und der Verwaltung weder von Änderungen im Personale, noch von Anschaffungen in Armaturstücken Mitteilungen zukommen ließ. Lehrer Lettl, welcher bei Gründung der Freiwilligen Feuerwehr als Vorstand bestimmt wurde, ist auch nicht in der Lage, geeigneten Aufschluss zu geben, da an denselben seit Gründung des Vereins nie mehr eine Rede gelangte und derselbe auch nie zu einer Beratung über irgendeinen Gegenstand beigezogen wurde. Bemerkt wird, dass sich sämtliche Verzeichnisse, Rechnungen etc. in der Wohnung Glonners befinden müssen“

1883

Beschwerde an das königliche Bezirksamt

Am 25. Februar 1883 schreibt der Hauptmann Glonner in einen Brief an das königliche Bezirksamt seine Darstellung der Situation in der Unterdietfurter Wehr.

„Nämlich, dass statt einer mehr sinnreichen Unterstützung des unbescholtenen Korps, der so nützlichen Freiwilligen Feuerwehr, nur mehr dagegen ein allbekanntes unmännlich, parteiliche und übertriebene, in sipide Auftreten bisher nur geschehen ist und dennoch das betreffende Korps aus bereits 26 aktiven und 5 passiven Mitgliedern besteht“

Auch wird von seiner Seite in dem Schreiben ausgeführt, dass man bemüht sein sollte, die Schulden des Korps zu tilgen, wovon er selbst noch 103 Mark für Armatur gut habe, anstatt sich mit dem Gedanken der Gründung einer zweiten Freiwilligen Feuerwehr zu spielen. Interessant ist auch folgender Auszug aus dem Schreiben:

„Wäre mehr besser, wenn der Bürgermeister und Gemeindeschreiber an diese Spitze stellen würde, für Eintracht und mehr zur nötigen Unterstützung des schon vor 3 Jahren errichteten und organisierten freiwilligen Feuerwehrkorps. Wie auch einst eine höchst notwendige Saugspritze zu erlangen, denn unsere schwer gehende Druckspritze bei einem Brande jetziger Zeit des so vielen Wassertragen, wenig oder gar nicht gebrauchen kann, und sich nur an andere Saugspritze wenden muss, was bisher bei allen vorkommenden Bränden der unterfertigte Hauptmann mit seiner Mannschaft tun mußte“

1883

Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Unterdietfurt II

Dass die Querelen und Streitigkeiten nicht beigelegt werden konnten, beweist das Schreiben vom 10. Juni 1883, in dem beim königlichen Bezirksamt Eggenfelden die Bildung einer zweiten Freiwilligen Feuerwehr unter dem Titel „Freiwillige Feuerwehr Unterdietfurt II“ angezeigt wurde. Als Vorstand wurde vom Corps einstimmig der Lehrer Lukas Lettel gewählt. Dieser erklärte,

„dass er fortan nicht mehr als Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr I fungieren kann, weil er tatsächlich diese Funktion in Wirklichkeit seit längerer Zeit nicht mehr bekleidet und auch bereits seit längerer Zeit Hauptmann Glonner als Vorstand zeichnet“

1897

Wiedervereinigung der Freiwilligen Feuerwehren Unterdietfurt I und II

Aus den weiteren Jahren sind keine Aufzeichnungen bekannt, was vielleicht auf ein friedlicheres Vereinsleben schließen lässt. So wird man sich vermutlich auch wieder zu einer Wehr vereinigt haben, da fortan nicht mehr von einer Freiwilligen Feuerwehr Unterdietfurt I oder II gesprochen wurde. Darauf weist auch die erste Standarte hin, welche die Feuerwehr im Jahre 1897 erhielt. Die Zeitung berichtet in ihrer Ausgabe vom 22. September 1897:

„Unterdietfurt: Die freiwillige Feuerwehr erhielt von Herrn Kaufmann Lipf dahier eine prächtige Standarte zum Präsent, welche feierlichst überreicht wurde. Gut Heil“

vor 1901

Vierrädrige Saug- und Druckspritze

Wie aus dem Verzeichnis der Nürnberger Firma Justus Christian Braun über gelieferte Löschmaschinen bekannt ist, wurde nach Unterdietfurt eine vierrädrige Saug- und Druckspritze der Größe Nr. 3 geliefert. Mit diesem, für die damalige Zeit modernen Löschgerät, war die Einsatzbereitschaft der Unterdietfurter Wehr wieder voll hergestellt.

Technische Daten der vierrädrige Saug- und Druckspritzen der Firma Justus Christian Braun

1929 1930

Kauf einer Tragkraftspritze vom Typ Lilliput I

Wie aus der Lieferliste der Firma Magirus in Ulm hervorgeht, wurde zwischen Mai 1929 und März 1930 eine Tragkraftspritze vom Typ Liliput I angeschafft. Diese Pumpe aus dem Baujahr 1928/29 wurde durch einen 2-Zylinder-4-Takt wassergekühlten Otto-Boxermotor, Fabr. Breuer angetrieben. Diese neuartige, zweistufige Magiruspumpe war aus bester Bronze hergestellt und durch eine elastische Scheibe direkt mit dem Motor gekoppelt. Sie leistete als Entwässerungspumpe bei Hochwassergefahr etwa 600 l und als Feuerspritze 400 l bei 6 Atm. Druck. Diese tragbare Kleinmotorspritze konnte infolge der schmalen Bauart und des geringen Gewichts an schwer zugänglichen Wasserentnahmestellen verwendet werden. Trotz dieser leichten, aber besonders stabilen Konstruktion leistete die Pumpe das Vierfache einer Handdruckspritze, brauchte dagegen nur einen Mann zur Bedienung. Das „stets betriebsbereite, überall verwendbare, billige Motorlöschgerät für kleinere Gemeinden, Fabriken und dergl.“ (Zitat aus der Firmenwerbung) war sicherlich ein großer Fortschritt für den Brandschutz. Die, bis zu dieser Zeit eingesetzte Handdruckspritze wurde daraufhin in der Ortschaft Obermaisbach eingesetzt und vom Maschinisten Josef Ettinger betreut.

Original-Werksfoto Tragkraftspritze Liliput I

1930

50-jähriges Gründungsfest

Am 20. Juli 1930 feierte die freiwillige Feuerwehr ihr 50-jähriges Bestehen mit einem großen Fest. Zeitungsbericht des Rottaler Anzeigers:

Unterdietfurt. Düstere Wolken zogen seit Tagen eilig ihren Weg, gejagt von stürmischen Wind; ab und zu aber lachte doch die Sonne vom gewittrigen Himmel und die Hoffnung auf ein einigermaßen angenehmes Festwetter schwellte die Brust der Wehrmänner des festgebenden Vereins. Fieberhaft war man noch mit der Schmückung der Häuser beschäftigt, als am Samstag Abend ein Fackelzug das Jubelfest einleitete.

Am Sonntag weckte in früher Morgenstunde Böllersalut sowie die Kapelle Hahn mit schneidigen Märschen die Ortsbewohner aus dem Schlafe. Die Sonne lachte über das gezierte Dorf. 32 Vereine trafen im Lauf des Vormittags ein. Ein hübsches Bild bot der Kirchenzug. Voran die Musik, es folgten die Festjungfrauen mit den Fahnenbändern, die Altveteranen im Feuerwehrdienst, von weißgekleideten Mädchen mit Girlanden flankiert, dann kamen der Kathol. Burschenverein, der Radfahrerverein, der Krieger- und Veteranenverein sowie die Freiwillige Feuerwehr Unterdietfurt und eine lange Reihe auswärtiger Brudervereine, so Hirschhorn, Huldsessen, Taufkirchen, Staudach, Sallach, Arbing, Wolfsegg, Hörbering, Panzing, Massing, Roßbach, Erharting, Linden, Obertrennbach, Geratskirchen, Mößling, Hebertsfelden, Neuhofen, Gern 1, Diepoltskirchen, Falkenberg, Nonnberg, Pleiskirchen, Malling, Hammersbach, Reischach, Erlbach, Wurmannsquick, Eggenfelden und Gangkofen. Das Gotteshaus füllte sich. Während des Festgottesdienstes hielt HH. P. Guardian-Eggenfelden eine erbauende Ansprache über die tiefere Bedeutung der Fahneninschrift: „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“. Der Pfarrkirchenchor unter der Leitung des Herrn Oberlehrer Köglmeier gab mit der mustergültig aufgeführten Festmesse von Gloger der kirchlichen Feier eine erhebende Weihe. Anschließend fand vor dem von lieben Händen gezierten Kriegerdenkmal der Pfarrei ein schlichtes Gedenken für die gefallenen Wehrmänner statt.

Nun zog der Festzug zur Tribüne. Frl. Maria Wilfersegger sprach den sinnigen Prolog und knüpfte das prächtige Erinnerungsband (gestiftet von den Festjungfrauen Maria Wilfersegger, Maria Thanner und Zenzi Wagenhofer) an die Fahne des festgebenden Vereins. Allerliebst vorgetragen waren die Verse der kleinen Lieserl Wilfersegger, Resl Hausner und Phili Wohlmannstetter.

Die Festrede hielt der Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr Unterdietfurt, HH. Pfarrer Lang. Als Vertreter des Bezirksamtes konnte der Redner Herrn Bezirksamtmann Dr. Schwinger begrüßen, außerdem Herrn Bezirksbrandinspektor Spahn. Sein Gruß galt vor allem auch den Bruderwehren, die von auswärts gekommen waren, um das Fest mitzufeiern. Dann gedachte er der verstorbenen Gründungsmitglieder, insbesonders Herrn Wilhelm Glonner, ehemaliger Bader und widmete den Toten ein stilles Gedenken. Seit Bestehen der Wehr hatte dieselbe 14 mal in der Ortschaft selbst und 42 mal außerhalb bei Brandfällen einzugreifen. Zum Schlusse beglückwünschte Festredner die sieben noch lebenden Gründungsmitglieder, die Herren Kaspar Wagenhuber, Anzengruber sen., Xaver Harlander, Xaver Unterhuber, Josef Hager, Anton Hofbauer und Josef Gaßlbauer und ehrte sie mit einem schönen Diplom.

Im Auftrage des Bezirksamtes überbrachte Herr Bezirksamtmann Dr. Schwinger dem Jubelverein die Glückwünsche, führte aus, wie segensreich die Tätigkeit der Feuerwehren ist und dankte für die Mitarbeit. Besonders der heutigen Jugend sollen die Feuerwehrvereine Ansporn sein, in dieselben einzutreten und sich in ihnen zum Segen der Allgemeinheit zu betätigen. Hierauf überreichte er den Herren Josef Wagenhuber, Josef Dürr, Josef Hager und Josef Obermeier für 25-jährige Mitgliedschaft das Feuerwehrerinnerungszeichen.

Im festlich geschmückten Saale des Gasthauses Frohnwieser fand in vorgeschrittener Stunde das Mahl statt, das ob seiner Güte und Billigkeit allgemeine Anerkennung fand. Während des Festmahles ergriff Bezirksbrandinspektor Spahn-Eggenfelden das Wort, würdigte den gefeierten Verein und gab einen Rückblick auf die Gründung der Wehr.

Die Kapelle Hahn brachte durch ihr gutes Können Stimmung unter die Festgäste und so verlief auch der gemütliche Teil der Feier in schönster Weise.

Die Festtage sind vorüber. Dank sei allen gesagt, die sich um das Gelingen des Festes besonders verdient gemacht haben. Insbesondere gilt der Dank dem Kommandanten Herrn Josef Obermeier-Überackersdorf, aber auch Herrn Josef Leitl, der durch die prächtige Dekoration (der Festtribüne und dem Saal) für das Fest einen würdigen Rahmen schuf.

1935

Bau eines Gerätehauses

Von der Gastwirtin Therese Strobl aus Obermaisbach wurde im Jahr 1935 der Gemeinde Unterdietfurt ein Grundstück für den Bau eines Gerätehauses zur Verfügung gestellt. Im Anschluss an den bestehenden Eiskeller wurde auf der Nordseite des Gebäudes ein Anbau errichtet, in dem, mit Ausfahrt zur Straßenseite, die Handdruckspritze untergebracht war.

1938

Die Feuerwehr im Dritten Reich

Während des Dritten Reiches bestand für alle Männer vom 18. bis zum 50. Lebensjahr Feuerwehrpflicht. Mit dem Reichsgesetz über das Feuerlöschwesen vom 23.11.1938 wurden die Feuerwehrvereine in Deutschland aufgelöst und an dessen Stelle trat eine nach Löscheinheiten gegliederte Polizeihilfstruppe, die direkt dem Reichsinnenminister unterstellt war. Vom Parteibeauftragten wurde ein „Feuerwehrführer“ bestimmt. Auch durften der Feuerwehr keine Juden angehören und aufgenommen werden durfte nur, wer als Volksgenosse einen guten Ruf hatte.

1939

Dienstbuch des Oberbrandmeisters Josef Simmelbauer

Am 01. Januar 1939 legte Oberbrandmeister Josef Simmelbauer ein Dienstbuch an, das bis heute erhalten ist und über die damalige Zeit wertvollen Aufschluss geben kann.

So ist unter dem 27.08.1939 vermerkt:

„Einziehung vieler Wehrmänner und des Oberbrandmeisters sowie des Vertreters und der Zugführer“

Der deutsche Überfall auf Polen am 01.09.1939 löste bekanntlich den zweiten Weltkrieg aus. Neben den Brand- und Hochwassereinsätzen war die Zeit während des zweiten Weltkriegs geprägt von zahlreichen Dienst-, Kreis- und Bezirks-appellen, von Exerzierübungen im Rahmen der normalen Löschübungen, Sammlungen und Zeichenverkauf für den Tag der deutschen Polizei und leider auch von der Teilnahme an Begräbnissen für die gefallenen Kameraden.

1940

Metallspende des Deutschen Volkes

Die Folgen der Kriegsführung machten sich bald bemerkbar. Auch bei den Feuerwehren ging es „ans Eingemachte“. Der vorstehende Aufruf zur Metallspende des Deutschen Volkes erreichte die Feuerwehren am 01.04.1940. Mit dem 02.04.1940 wurden von unserer Wehr 48 kg Messing gegeben. Es waren dies 24 Paar Kupplungen und zwei Paar alte, nicht mehr gebrauchsfähige Rohre (Anschluß und Mundstück).

1941

Vereidigung auf den Führer

Am 24.08.1941 wird die Feuerwehr auf den Führer vereidigt.

1943

Erhalten von Signalalarmhörner

Am 10.10.1943 erhält die Feuerwehr von Rösterer in Gangkofen drei Signalalarmhörner, wovon je eines in Unterdietfurt, Obermaisbach und Überackersdorf stationiert wurde. Eines davon ist bis heute erhalten geblieben und wurde uns dankbarerweise von Ludwig Daxl kostenlos überlassen.

Originalfoto Signalalarmhorn

1944

Defekt der Motorspritze im Hochwassereinsatz

Beim Hochwassereinsatz am 23.11.1944 geht die bis dahin tadellos funktionierende Motorspritze kaputt und wird nach Sulzbach zur Reparatur verschickt. Ob diese Spritze je nach Unterdietfurt zurück kam ist zweifelhaft, da der nächste Eintrag ins Dienstbuch am 06.03.1945 diesbezüglich vermerkt:

„An Bezirksführer Stadler gemeldet und nachgesucht wegen der neuen Spritze, da die alte noch nicht repariert ist“

1945

Neugründung der Freiwilligen Feuerwehr Unterdietfurt nach den Weltkriegen

Der zweite Weltkrieg zerstörte in wenigen Jahren, was fleißige Menschen in Jahrzehnten vorher geschaffen haben. Der zweite Weltkrieg hinterließ auch bei unserer Wehr tiefe Spuren der Trauer und des Schmerzes. Von den zu den Waffen gerufenen Kameraden fanden sehr viele den Heldentod.

Nachdem die Besatzungsmacht den Auftrag gegeben hatte, das Brandschutz- und Feuerwehrwesen wieder funktionsfähig zu machen, machten die Feuerwehrmänner deutlich, dass sie die Zeit der nationalsozialistischen Wirren überstanden und der Leitsatz unserer Gründer „Gott zur Ehr – dem Nächsten zur Wehr“ nach wie vor Gültigkeit hatte. So wurde am 23.09.1945 in Unterdietfurt eine Versammlung abgehalten und die Freiwillige Feuerwehr neu gegründet.

Zu der personellen Misere der Freiwilligen Feuerwehren nach Kriegsende kamen der Mangel und der Zustand in der Geräteausstattung. Mit welcher Improvisionsgabe damals verschollene Geräte und Ausrüstung wieder beschafft wurden, läßt sich heute kaum noch nachvollziehen. Mindestens ebenso schwierig war die Beschaffung von Kraftstoff. Die Landesdienststelle erhielt deshalb im September 1945 den Auftrag, die auf Grund der Kriegshandlungen herrenlos gewordenen Feuerwehrgeräte wieder zweckentsprechenden Verwendungen zuzuführen. Die Aktion dauerte vom September 1945 bis zum Jahr 1948. Insgesamt wurden ca. 300 Fahrzeuge und 600 Tragkraftspritzen an die Feuerwehren übergeben.

1946

Neue Tragkraftspritze Chema/Motor DKW ETS 8/8

Ob die im Jahre 1946 in Dienst gestellte Tragkraftspritze aus diesen Beständen stammte, lässt sich heute nicht mehr nachvollziehen. Diese Pumpe war ausschließlich aus Gusseisen und besaß keine Kupplung und keine eigene Kühlung. Der Maschinist musste also beim Ansaugen enorm aufpassen, dass der Motor nicht heiß lief, da erst das angesaugte Löschwasser den Motor kühlte.

Chema/Motor DKW ETS 8/8

1948

Neue Motorspritze Metz/Motor Breuer ETS 8/8 erworben

Nachdem die bis dahin immer noch in Obermaisbach eingesetzte Handdruckspritze immer öfter den Dienst versagte, wurde am 13.02.1948 eine neue Motorspritze vom Typ Metz/Motor Breuer ETS 8/8 erworben. Diese Pumpe war, wie bei der ersten Normausschusssitzung nach dem Krieg festgelegt, wieder aus Leichtmetall gefertigt. Die Chema-Pumpe von 1946 wurde daraufhin in Obermaisbach stationiert. Die Handdruckspritze wurde außer Dienst gestellt.

Metz/Motor Breuer ETS 8/8

1949

Neues Gerätehaus mit Schlauchturm

Nachdem die bisherige Unterkunft der Feuerwehr beim „Fischer-Lagerhaus“ nicht mehr genutzt werden konnte, wurde im Jahre 1949 hinter der Schreinerei Hahn am Rottweg ein neues Gerätehaus mit Schlauchturm errichtet.

Gerätehaus mit Schlauchturm am Rottweg

1952

Erstes Feuerwehrauto ("Ami-Jeep")

Kaum war die Wehr mit leistungsfähigen Motorspritzen ausgerüstet, da wurde auch schon der Wunsch nach einem Feuerwehrauto laut. Dass dies zur damaligen Zeit ohne großen bürokratischem Aufwand machbar war, beweisen die Eintragungen im Dienstbuch: „16.07.1952 Antrag bei der Gemeinde gestellt; 22.07.1952 Auto vorgeführt und einwandfrei befunden und erneut Antrag bei der Gemeinde zum Kauf gestellt; 09.08.1952 Auto gekauft, 1.850 Mark und gleich zum Winkler zum Aufbau gefahren“. Der „Ami-Jeep“ war Baujahr 1943 und hatte 54 PS. Beim Umbau wurde er mit einem Sperrholzaufbau versehen. Die vorhandene Motorspritze konnte auf das Fahrzeug aufgesetzt und so mittransportiert werden. Die Saugschläuche waren am Fahrzeugdach befestigt. Am 24.08.1952 wurde das Fahrzeug in Dienst gestellt, womit wieder ein Stück mehr Einsatzfähigkeit in der Unterdietfurter Wehr gegeben war.

Originalfoto eines Willis Overland, gleichen Typs wie in unserer Feuerwehr eingesetzt

1953

Neue Fahne für Gründungsfest

Am 11.10.1953 wurde eine neue Fahne für das, im nächsten Jahr stattfindende Gründungsfest bei der Firma Koch in Coburg bestellt. Der Preis der Fahne lag bei 1.350 DM.

1954

75-jähriges Gründungsfest

Vom 28. bis 29.06.1954 wurde das 75-jährige Gründungsfest mit Fahnenweihe gefeiert. Zeitungsbericht der Rottaler Anzeigers:

Unterdietfurt:. Am Peter- und Paulstag beging unsere Gemeinde das 75jährige Gründungsfest der Freiwilligen Feuerwehr, verbunden mit der Weihe der neuen Fahne. Schon lange vorher waren die Einwohner, der Festausschuß und der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr, Josef Simmelbauer, unermüdlich tätig, um dem Fest einen reibungslosen Ablauf zu sichern. Fahnen und Girlanden schmückten die Häuser des Ortes und bunte Wimpel flatterten über den Straßen. Transparente entboten den vielen Besuchern den Willkommensgruß.
Mit dem Zapfenstreich und dem anschließenden Festabend im Gasthaus Eichinger wurde das Fest am Vorabend eingeleitet. Nach der Begrüßung der Gäste durch Kommandant Simmelbauer nahm Kreisbrandinspektor Wageneder die Ehrung der Mitglieder vor, die schon 25 bis 50 Jahre dem Verein angehören. Pfarrer Moster, der zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt wurde, dankte in seinem und der Jubilare Namen für die Ehrung. Der verstorbenen Mitglieder gedachte man durch eine Schweigeminute.
Der Hauptfesttag wurde mit dem Weckruf eingeleitet. Um 10 Uhr stellte sich der Kirchenzug auf, an dem 44 Vereine teilnahmen; Fahnenmutter Elisabeth Thanner führte mit den Festjungfrauen den Zug an. In dem festlich geschmückten Gotteshaus hielt Pfarrer Moster die Festpredigt. Er forderte die Feuerwehrmänner auf, mit dem gleichen Mut, mit dem sie das Feuer bekämpfen, die Gottesliebe zu entzünden. Anschließend weihte der Pfarrherr die neue Fahne, die auf der einen Seite den hl. Florian und auf der anderen die Kirche von Unterdietfurt zeigt. Nach dem Gottesdienst gedachte man am Kriegerdenkmal der Gefallenen und Vermißten beider Weltkriege.
Beim Festakt an der Festtribüne begrüßte Hauptlehrer Wolfgang Falk im Namen des Vereins und der Gemeinde die erschienenen Gäste, insbesondere Herrn Regierungsrat Dr. von Brentano, Kreisbrandinspektor Wageneder, Kreisbrandmeister Alram, den Patenverein Huldsessen und alle anderen Vereine. Er schilderte das Werden der Wehr, ihre Aufgaben im Kampf gegen die Gewalt des Feuers und ermunterte in humorvollen Worten alle Anwesenden zum Mitfeiern an diesem Festtag. Dann nahmen die Fahnenmutter und die Festjungfrauen die Verteilung der Fahnenbänder vor. Regierungsrat Dr. von Brentano überbrachte dem Jubelverein den Dank des Landrats und der Regierung für die im Dienst der Allgemeinheit geleistete Arbeit und wünschte dem Verein und der Gemeinde Gottes Segen für die Zukunft. Kreisbrandinspektor Wageneder und Kreisbrandmeister Alram würdigten die Verdienste der Jubelwehr. Anschließend versammelte sich alles zum gemeinsamen Mittagsmahl im Bierzelt.
Nachmittags bewegte sich noch einmal der Festzug durch den Ort. Trotz des mit Wolken verhangenen Himmels war das Fest ein voller Erfolg und wurde für alle Teilnehmer zu einer schönen Erinnerung.

Einladung zum 75-jährigen Gründungsfest

Kaum waren die Feierlichkeiten vorüber war die Wehr beim wohl größten Katastropheneinsatz in ihrer Geschichte bis aufs äußerste gefordert. Am 08.07.1954 wurde Hochwasseralarm an der Furtmühle gegeben. Es mussten ca. 230 Schweine und sämtliches Rindvieh gerettet werden. Mit drei Motorpumpen versuchte man vergebens, das Turbinenhaus auszupumpen. Um 21.00 Uhr stürzte die Rottbrücke ein. Bis zum 12.07.1954 war die Feuerwehr jeden Tag im Einsatz.

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Hochwasser an der FurtMühle

Am letzten Tag gab es nochmals große Aufregung. Ein Lastwagen stürzte in den Mühlbach. Insgesamt wurden an den fünf Tagen 400 l Benzin für den Pumpeneinsatz verbraucht. Die Männer hatten einen lebensgefährlichen Einsatz hinter sich gebracht.

Lastwagen stürzt in den Mühlbach

1956

Kauf einer Sirene für Obermaisbach

Der Kauf einer Sirene aus der Vereinskasse am 15.04.1956 brachte für den Standort Obermaisbach eine wirkungsvolle Verbesserung der Alarmierungssituation.

1956

Einweihung der neuen Rottbrücke

Es dauerte zwei Jahre, bis am 24.06.1956 die neue Rottbrücke eingeweiht werden konnte. Die Teilnahme an diesem Ereignis war ein besonderes Ereignis für die Wehrmänner, da zwischen 1954 und der Einweihung immer wieder Einsätze zu verzeichnen waren. Noch am 04.03.1956, nach einem neuerlichen Hochwasser, musste ein Notsteg über die neue Brücke durch die Feuerwehrmänner errichtet werden.

1963

Anschaffung eines Magirus-Faun LF8

Nachdem der alte „Ami-Jeep“ immer öfter den Dienst versagte, wurde der Kauf eines neuen Fahrzeuges dringend erforderlich. Am 28.04.1963 konnte die Wehr das neue LF 8 vom Typ Magirus-Faun, mit einer Magirus-Tragkraftspritze, in Empfang nehmen.

LF 8 vom Typ Magirus-Faun

Am 29.12.1963 fand durch Pater Hugo von Schweiklberg, in Vertretung von Pfarrer Moster, die Segnung statt. Neben Landrat Ostermeier, Oberinspektor Weber vom Landratsamt, Oberinspektor Herrmann von der Landpolizei und den Bürgermeistern Klebl von Unterdietfurt, Ertl von Wolfsegg und Schmideder aus Geratskirchen, dem Kreisbrandmeister Mitterer aus Zell und dem Kreisbrandinspektor Obermeier aus Huldsessen, konnte Kommandant Limmer noch die Kommandanten mit Abordnungen von Wolfsegg, Huldsessen, Hammersbach, Massing und Geratskirchen begrüßen.

1963

Neues "Gerätehaus"

Nachdem im alten Gerätehaus der Platz für das neue LF 8 zu klein war, wurde im Rathaus eine Garage eingebaut. Fortan war hier das „neue Gerätehaus“, vom „alten Gerätehaus“ wurde noch der Schlauchturm zur Schlauchtrocknung genutzt.

Garage des Feuerwehrfahrzeuges im Rathaus

1963

Erstes Leistungsabzeichen

Am 30.06.1963 legte die erste Gruppe der Unterdietfurter Feuerwehr das Leistungsabzeichen in Bronze ab. Die Abnahme fand in Johanniskirchen statt.

1974

Weinfest

Erstmals veranstaltete die Freiwillige Feuerwehr zusammen mit dem Sportverein ein Weinfest. Durch die gute Witterung war das Fest ein Erfolg.

1977

100-jähriges Gründungsfest

Nach gründlichen Vorbereitungen konnte am 21. und 22. Mai 1977 das 100-jährige Gründungsfest mit Fahnenweihe gefeiert werden. Zeitungsbericht des Rottaler Anzeigers:

Unterdietfurt:. Monate hatten die Vorbereitungen für das 100jährige Gründungsfest der Feuerwehr in Anspruch genommen, daß auf dem Dorfplatz mit einem Standkonzert der Festkapelle Stapfer begann. Anschließend fanden sich die Vereine mit ihren Fahnen zur Maiandacht in der Kirche ein. Das Kraftvolle Beten und Singen der Männer gab der Feier ein besonderes Gepräge.
Vor dem Kriegerdenkmal fand die Ehrung der Toten und Gefallenen statt. Pfarrer Audinger erinnerte an die Männer, die 1877 die Feuerwehr Unterdietfurt ins Leben riefen, und würdigte den Einsatz der Feuerwehrmänner, die sowohl in Friedenszeiten, wenn Brand und sonstige Katastrophen die Menschen bedrohten, wie auch im Krieg zur Verteidigung von Heimat und Vaterland ihr Leben einsetzten, Kommandant Leonhard Huber erwähnte in seiner Ansprache den Tod so vieler Feuerwehrmänner und das Bangen der Angehörigen um die unversehrte Rückkehr der Ihren. Nach den Gebeten des Priesters und der Kranzniederlegung durch den Kommandanten beschloß das Lied vom guten Kameraden die Feier.
In der Festhalle, unentgeltlich der Feuerwehr zur Verfügung gestellt von der Fa. Max Wohlmannstetter, eröffnete Vorstand Josef Ettinger mit herzlichen Worten der Begrüßung den Festabend. Sein besonderer Gruß galt dem Schirmherrn, Bürgermeister Hans Großmann, Landrat Ludwig Mayer, Kreisbrandrat Brunner, Pfarrer Audinger, Rektor Scherübl (Verfasser der Festschrift), Rektor Gahler (kirchenmusikalische Gestaltung des Festes), dem Patenverein Huldsessen, der zur Erinnerung an das Fest einen kunstvoll gestalteten Ehrenteller überreichte, der Fahnenmutter, den Festjungfrauen, dem Festausschuß und dem Gemeinderat.
Kommandant Leonhard Huber übernahm die Regie über das weitere Programm. Bürgermeister Hans Großmann beglückwünschte die Feuerwehr Unterdietfurt zu ihrem 100jährigen Bestehen und dankte allen Feuerwehrmännern für ihren selbstlosen Einsatz.
Kreisbrandrat Brunner sprach anschließend Glückwünsche aus und überreichte ehrenvolle Auszeichnungen: für 25 Jahre aktiven Dienst das Ehrenkreuz in Silber an Josef Auer, Johann Leipold, Friedl Heidrich und Josef Zanklmeier, für 40 Jahre aktiven Dienst an Wilhelm Hager. Ehrenurkunden erhielten: für 25 Jahre Mitgliedschaft Rupert Prinz, Konrad Wintermeier, Albert Etzelsbeck, Ludwig Hahn, Ernst Edelmann, Max Wohlmannstetter, Matthäus Grinzinger, Hans Hahn, Josef Erhardsberger, Anton Wagenhuber und Alfons Wagenhuber; für 40 Jahre: Johann Hager, Max Schachtl, Matthäus Pillris und Hans Hausberger; für 50 Jahre: Josef Anzengruber, Franz Rauschegger, Rudolf Pillris und Ludwig Seemann; für 60 Jahre: Johann Gaßlbauer und für 65 Jahre Mitgliedschaft Alois Zanklmeier. Rupert Wolfswinkler aus Asten leitete das weitere Programm. Dieser hatte es vor allem auf die Prominenz absehen und gab zur großen Heiterkeit der Anwesenden so manche Anekdote und humorvolle Begebenheit zum Besten. Die Wagner-Buam sangen dazwischen ihre kernigen Mundartlieder und erhielten ebenso wie Wolfswinkler viel Beifall. Auch die Festkapelle Stapfer war unermüdlich dabei, mit schneidigen Klängen die Stimmung anzuheizen. Mit besonderem Beifall aufgenommen wurde die Einlage des „jüngsten Feuerwehrmannes“ (Heinz Wagenhofer), der in Gedicht und Lied von der „Hintervoderdietlinger Feuerwehr“rühmliche und unrühmliche „Taten“ berichtete.
Die ungünstigen Witterungsverhältnisse gestatteten es am Sonntag nicht, das Fest zur geplanten Entfaltung kommen zu lassen. Die Feier wurde notgedrungenerweise in der Kirche gehalten, die dem Andrang der 69 Vereine und der vielen Gäste nicht gewachsen war, die aber der Festfeier durch den sakralen Raum eine vertiefte Feierlichkeit und Geschlossenheit gab. Vom Kirchenchor unter Leitung von Rektor Gahler meisterlich unterstützt, sangen alle Kirchenbesucher die rhythmischen Lieder begeistert mit.
Pfarrer Audinger sagte in seiner Ansprache, daß eine große Dankespflicht abzutragen sei an die Feuerwehrmänner, die zu jeder Tages- und Nachtzeit und bei jeder Witterung Mitmenschen zu Hilfe eilen. Schon immer sei der Zusammenhang zwischen erfüllter Nächstenliebe und dem Dienst der Feuerwehr erkannt worden. Es sei ein Dienst würdig jedes aufrechten Mannes. Pfarrer Audinger bat die Feuerwehrmänner, auch in der geistigen Bedrohung unserer Zeit „Helfer in der Not“ zu sein. Nur dann habe es einen Sinn, auf die neue Fahne den Segen der Kirche herabzurufen. Pfarrer Audinger Weihte dann die neue Fahne und die Erinnerungsbänder. Kommandant Huber übergab die neue Fahne dem Fähnrich Ludwig Masberger.
Nach dem Festgottesdienst dankte Bürgermeister Hans Großmann allen, die an der Vorbereitung und Durchführung des Festes mitgewirkt hatten. Landrat Ludwig Mayer überbrachte die Glückwünsche der Landkreisverwaltung und seine persönlichen guten Wünsche und betonte, daß gerade der Feuerwehrmann dank seines mit Idealismus und Gewissenhaftigkeit erfüllten Dienstes auch ein guter Staatsbürger sei. Kreisbrandrat Brunner erinnerte an die großartigen Losungen, die auf den vielen Fahnen der Feuerwehren stünden und bat darum, sie ernst zu nehmen.
Die Festansprache hielt Rektor Anton Scherübl. Er sprach von der Urgewalt des Feuers, das dem Menschen zum Leben unentbehrlich sei, das aber Angst und Schrecken bringe, wenn es sich seiner Fesseln entledigt. Trotz aller Technik sei man auch heute oftmals noch machtlos gegenüber den entfesselten Elementen. Der mit Gefahr verbundene Dienst in der Feuerwehr sei ein Vorrecht des Mannes, und es sei rühmend hervorzuheben, daß die junge Generation ganz selbstverständlich in die Fußstapfen der Alten trete.
Die Fahnenmutter, Frau Anneliese Anzengruber, sowie die Festjungfrauen Marianne Ettinger, Anita Prinz, Renate Harlander und Angela Wohlmannstetter überreichten an Verein und Patenverein die Erinnerungsbänder. An die Feier des 75-jährigen Gründungsfestes mögen dabei zurückgedacht haben die damaligen Fahnenmutter Elise Thanner und die damaligen Festjungfrauen Magdalena Hahn, Maria Wimmer und Marianne Schwinghammer. Frl. Klebl und Frau Rauscheder konnten leider nicht am Fest teilnehmen.
Aufgeteilt in vier Züge und angeführt von der Festkapelle Stapfer, dem Spielmannszug aus Eggenfelden und der Stadtkapelle Braunau/Inn bewegte sich nach der kirchlichen Feier ein imposanter Festzug durch das Dorf zur Festhalle, wo das Mittagsmahl eingenommen wurde. Bei den Klängen der Kapelle Stapfer blieb man noch lange in kameradschaftlicher Atmosphäre zusammen.

1978

Erstes Funkgerät

Mit dem Einbau eines Funkgerätes (FuG 7b) in das Löschfahrzeug erfuhr der Einsatzwert der Wehr am 04.02.1978 eine weitere Steigerung, konnte doch so die Alarmierungszeit wesentlich verkürzt werden.

1985

Beginn mit Bau des jetzigen Feuerwehrhauses

Während die Wehr im Laufe der Jahre durch die Anschaffung zahlreicher Ausrüstungsgegenstände ihren Standard laufend verbessern konnte, zeigte sich rasch, dass die beengte Fahrzeuggarage im Rathaus keineswegs mehr den gegebenen Anforderungen entsprach. Im Jahre 1983 erstmals angeregt, konnte in einer vorbildlichen Gemeinschaftsleistung von Gemeinde, Feuerwehr und Bürgerschaft von September 1985 bis Oktober 1986 ein neues Feuerwehrgerätehaus mit drei Stellplätzen, Schlauch trocknungsanlage, Schulungsraum und sanitären Anlagen errichtet werden.

Neues Feuerwehrgerätehaus

Mit Ausnahme von Beton- und Pflasterarbeiten wurden dabei durch 2.669 Hilfsarbeiter- und 1.423 Facharbeiterstunden alle anfallenden Arbeiten von Helfern unentgeltlich übernommen. Zahlreiche Sach- und Geldspenden trugen zur kostengünstigen Erstellung des Bauwerks bei. Am 22.10.1986 segnete Geistlicher Rat Georg Audinger die neuen Räumlichkeiten. Besondere Verdienste hat sich, bei der Organisation und dem Einsatz der Helfer, der damalige Kommandant und spätere Kreisbrandmeister Leonhard Huber erworben.

1986

Großzügige Geldspende der Jagdgenossenschaft

Große Unterstützung erfuhr die Freiwillige Feuerwehr durch die Jagdgenossenschaft. Durch eine großzügige Geldspende konnten zahlreiche Ausrüstungsgegenstände erworben werden. Auch in späteren Jahren erhielt die Wehr immer wieder Unterstützung, die den technischen Ausrüstungsstand auf eine hohes Niveau brachten.

1989

Kauf eines neuen Magirus-Allradfahrzeugs LF8

Kaum war ein Ziel erreicht, schon wurde ein Neues ins Auge gefasst. Nachdem das mittlerweile 26 Jahre alte LF 8 technisch und von der Leistungsfähigkeit her als überaltert galt, war das nächste Ziel diesmal ein neues Löschfahrzeug. Nach Überwindung großer bürokratischer Hindernisse – die vorgesetzte Fachstelle hatte für die FFW ein allradgetriebenes Fahrzeug abgelehnt – konnte im Jahr 1989 letztendlich doch das, von der Wehr gewünschte Magirus-Allradfahrzeug in Auftrag gegeben werden.

LF 8 Magirus

Das Fahrzeug wurde noch Ende 1989 geliefert und konnte von Geistlichem Rat Georg Audinger am 24.05.1990 gesegnet werden. Bürgermeister Josef Münch überreichte in der Feierstunde die Fahrzeugschlüssel an Kommandant Rudolf Unterhuber. Als Ehrengäste wurden Regierungsdirektor Hanig in Vertretung von Landrätin Bruni Mayer, Kreisbrandrat Josef Wimmer und Herr Naumann als Vertreter der Lieferfirma begrüßt.

Das Löschfahrzeug kostete mit Ausrüstung 252.500 DM. Nach Abzug der Zuschüsse in Höhe von 137.000 DM und eines Eigenanteils von 15.000 DM aus der Vereinskasse hatte die Gemeinde noch einen Anteil von 100.500 DM zu tragen. Mit diesem LF8 verfügt die Freiwillige Feuerwehr Unterdietfurt über ein Fahrzeug, das den Anforderungen der heutigen Zeit entspricht.

1991

Gründung einer Jugendgruppe durch Kommandant Unterhuber

Mit der Gründung einer Jugendgruppe wurde durch Kommandant Unterhuber ein weiterer Schritt zur Verbesserung der Ausbildung der Feuerwehrmänner getan.

1995

Kauf eines Mehrzweckfahrzeugs

Nahezu aus eigenen Mitteln, wurde Anfang 1995 ein Mehrzweckfahrzeug vom Typ Ford Transit angeschafft. Damit konnte der Wunsch der Mannschaft verwirklicht werden, noch mobiler zu sein. Ob bei der Fahrt zum Einsatzort, zu Veranstaltungen und Übungen, bei Absperrdiensten oder Verkehrseinsätzen und auch zum Transport von Ausrüstungsmaterial ist dieses Fahrzeug bestens geeignet. Somit war eine ideale Ergänzung zum Einsatzfahrzeug LF 8 geschaffen worden. Die stolze Eigenleistung zu diesem Fahrzeug betrug 53.000 DM. Im Rahmen des Florianitages am 05.05.1995 konnte das Fahrzeug in einem feierlichen Rahmen gesegnet werden.

1995

Beitritt des neuen Kreisfeuerwehrverbandes Rottal/Inn

Nachdem im August 1993 das Bayerische Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz aufgelöst wurde, wurde im selben Jahr der Landesfeuerwehrverband Bayern gegründet. In der Gründungsversammlung vom 02.03.1995 trat die Feuerwehr dem neugegründeten Kreisfeuerwehrverband Rottal/Inn bei.

1996

Kauf eines Mehrzweck-Anhängers

Da der alte Feuerwehranhänger – das Heuwehrgerät war darauf installiert – nicht mehr der Verkehrssicherheit entsprach, wurde im November 1996 ein neuer Anhänger angeschafft, auf dem neben dem Heuwehrgerät auch Mittel zur Ölabwehr deponiert sind. Weiterhin kann der Hänger auch zum Transport von diversem Material verwendet werden. Der Hänger wurde zum Preis von 9.200 DM vollständig aus der Vereinskasse finanziert.

Anhänger

1998

Neuer Schutzanzug "Bayern 2000"

Im Jahre 1998 wurde fast die komplette Mannschaft mit dem neuen Schutzanzug „Bayern 2000“ ausgestattet. Der Schutzanzug besteht aus orangen Jacken und dunkelblauen Hosen. Aufgrund der guten Sichtbarkeit, vor allem bei Einsätzen im Straßenverkehr, wurde dieser Anzug von der Landkreisführung vorgeschlagen. Abzüglich des Zuschusses mußte die Feuerwehr wiederum einen Betrag von 8200 DM aufbringen. Die hohe Zahl der Beschaffungen an Ausrüstungsgegenständen im letzten Jahrzehnt konnte nur durch den vorbildlichen Einsatz der aktiven sowie auch passiven Mitglieder und deren Frauen bei den Bewirtungsveranstaltungen und den damit verbundenen Einnahmen erreicht werden.

Schutzausrüstung mit Anzug "Bayern 2000"

1998

Neue Satzung mit eintrag ins Vereinsregister

Am 27.02.1998 errichtete der Feuerwehrverein eine neue Satzung. Die alte Satzung vom 25.04.1984 trat damit außer Kraft. Mit dieser neuen Satzung wurde die Eintragung ins Vereinsregister bewirkt. Der Verein führt den Namen „Freiwillige Feuerwehr Unterdietfurt e.V.“.

2002

125-jähriges Gründungsfest

2004

Anschaffung eines Hochdrucklöschgeräts

2005

Anschaffung eines Lichtmastes für das LF8

2009

Beginn des Feuerwehrhaus An-/Neubaues

2011

Anschaffung eines MicroCafs

2011

Fertigstellung und Einweihung der neuen Feuerwehr-Wache

2012

Umbau und Modernisierung des Mehrzweck-Anhängers

2013

Anschaffung eines Schlauchbootes und einer elektrischen Schlauchwickelmaschine

 

Vorstände

1880 - ?
Lukas Lettel
Schullehrer
?
Josef Lang
Pfarrer (war beim Gründungsfest 1930 Vorstand)
?
Josef Anzengruber
Bürgermeister und Landwirt aus Unterdietfurt
1953 - 1974
Ludwig Klebl
Bürgermeister und Landwirt aus Überackersdorf
1974 - 1975
Lorenz Unterholzner
Elektrikermeister aus Unterdietfurt
1975 - 1990
Josef Ettinger
Landwirt aus Obermaisbach
1990 - 1998
Siegfried Heidrich
Technischer Zeichner aus Unterdietfurt
1998 - 2014
Erwin Stummer
Molkereimeister aus Unterdietfurt
seit 2014
Andreas Stummer
Bachelor of Engineering für Automatisierungstechnik aus Unterdietfurt

Kommandanten

1880 - ?
Wilhelm Glonner
Approbierter Bader aus Unterdietfurt
1918 - 1934
Josef Obermeier
Landwirt aus Überackersdorf (war beim Gründungsfest 1930 Kommandant)
1934 - 1945
Josef Simmelbauer
Landwirt aus Obermaisbach
1945 - 1946
Georg Großberger
Ingenieur aus Unterdietfurt (von der Besatzungsmacht eingesetzt)
1946 - 1952
Peter Ginghuber
Landwirt aus Unterdietfurt
1952 - 1961
Josef Simmelbauer
Landwirt aus Obermaisbach
1961 - 1969
Josef Limmer
Maurermeister aus Unterdietfurt
1969 - 1990
Leonhard Huber
Zimmerer aus Überackersdorf
1990 - 2008
Rudolf Unterhuber
Dipl.-Wirtschaftsing. (FH) aus Sprinzenberg
2008 - 2014
Konrad Ettinger
2014 - 2022
Alois Hummelsberger
Rettungssanitäter aus Obermaisbach
seit 2022
Markus Probstmeier

Satzung

der

Freiwilligen Feuerwehr Unterdietfurt e.V.

§ 1

Name, Sitz, Geschäftsjahr

  1. Der Verein führt den Namen „Freiwillige Feuerwehr Unterdietfurt e.V.“.
  2. Der Verein hat seinen Sitz in Unterdietfurt
  3. Geschäftsjahr des Vereins ist das Kalenderjahr
  4. Der Verein ist im Vereinsregister eingetragen

§ 2

Vereinszweck

  1. Zweck des Vereins ist die Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr Unterdietfurt, insbesondere durch die Werbung und das Stellen von Einsatzkräften. Dabei verfolgt er ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.
  2. Der Verein ist selbstlos tätig, er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Gewinnanteile oder in ihrer Eigenschaft als Mitglied auch keine sonstigen Zuwendungen aus Vereinsmitteln. Es darf keine Person durch Ausgaben, die den Zwecken des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.
  3. Die Vereinsämter sind Ehrenämter.

§ 3

Mitglieder

  1. Mitglieder des Vereins können sein:
    1. Feuerwehrdienstleistende (aktive Mitglieder),
    2. ehemalige Feuerwehrdienstleistende (passive Mitglieder),
    3. fördernde Mitglieder,
    4. Ehrenmitglieder.
  2. Zu den aktiven Mitgliedern zählen auch die Feuerwehranwärter.
    Personen, die aus dem aktiven Feuerwehrdienst ausscheiden, werden passive Mitglieder, wenn sie nicht aus dem Verein austreten.
    Fördernde Mitglieder unterstützen den Verein insbesondere durch besondere finanzielle Beiträge oder besondere Dienstleistungen.
    Zu Ehrenmitgliedern können Personen ernannt werden, die sich als Feuerwehrdienstleistende oder auf sonstige Weise um das Feuerwehrwesen besondere Verdienste erworben haben.

§ 4

Erwerb der Mitgliedschaft

  1. Mitglied des Vereins kann jede Person werden, die das 6. Lebensjahr vollendet hat. Sie soll ihren Wohnsitz im Einzugsbereich der Freiwilligen Feuerwehr Unterdietfurt haben und für den Feuerwehrdienst geeignet sein.
  2. Der Antrag auf Aufnahme in den Verein ist schriftlich beim Vorstand einzureichen. Minderjährige müssen die Zustimmung ihrer (ihres) gesetzlichen Vertreter(s) nachweisen.
  3. Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand. Er ist nicht verpflichtet, etwaige Ablehnungsgründe anzugeben.
  4. Die Ernennung zum Ehrenmitglied erfolgt auf Vorschlag des Vorstandes durch die Mitgliederversammlung mit einer Mehrheit von zwei Drittel der erschienenen und abstimmenden Mitglieder.

§ 5

Beendigung der Mitgliedschaft

  1. Die Mitgliedschaft endet:
    1. mit dem Tod des Mitglieds,
    2. durch Austritt,
    3. durch Streichung von der Mitgliederliste,
    4. durch Ausschluss.
  2. Der Austritt ist dann wirksam, wenn er dem Vorstand gegenüber schriftlich erklärt worden ist.
  3. Ein Mitglied kann durch Beschluss des Vorstandes von der Mitgliederliste gestrichen werden, wenn es trotz zweimaliger Mahnung mit der Erfüllung seiner Beitragspflicht im Rückstand ist.
    Die Streichung darf erst beschlossen werden, wenn seit der Absendung des zweiten Mahnschreibens drei Monate verstrichen sind. Dem Mitglied ist die Streichung schriftlich mitzuteilen.
  4. Ein Mitglied kann, wenn es gegen die Vereinsinteressen gröblich verstoßen hat, durch Beschluss des Vorstands aus dem Verein ausgeschlossen werden. Vor der Entscheidung ist dem Betroffenen unter Setzung einer angemessenen Frist Gelegenheit zu geben, sich schriftlich oder persönlich gegenüber dem Vorstand zur rechtfertigen.
    Dem Betroffenen ist der Ausschluss schriftlich mitzuteilen. Gegen den Ausschluss steht ihm das Recht der Berufung an die Mitgliederversammlung zu. Die Berufung muss innerhalb einer Frist von einem Monat ab Zugang des Ausschlussbeschlusses beim Vorstand eingelegt sein. Ist die Berufung rechtzeitig eingelegt, hat der Vorstand sie der nächsten Mitgliederversammlung zur Entscheidung vorzulegen. Geschieht dies nicht, gilt der Ausschlussbeschluss als nicht erlassen.

§ 6

Mitgliedsbeiträge

Von den Mitgliedern wird ein Jahresbeitrag erhoben, dessen Höhe die Mitgliederversammlung festsetzt.
Ehrenmitglieder sind von der Beitragspflicht befreit.

§ 7

Organe des Vereins

Organe des Vereins sind der Vorstand und die Mitgliederversammlung.

§ 8

Vorstand

  1. Der Vorstand besteht aus folgenden Vereinsmitgliedern:
    1. dem Vorsitzenden,
    2. dem stellvertretenden Vorsitzenden,
    3. dem Schriftführer,
    4. dem Kassenwart,
    5. dem Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr, soweit er dem Verein angehört und nicht für eine Funktion gemäß Buchstabe a. bis d. gewählt wird.
  2. Die unter Absatz 1. Buchstabe a. bis d. genannten Vorstands-Mitglieder werden von der Mitgliederversammlung auf sechs Jahre gewählt. Der Vorsitzende ist in geheimer Abstimmung zu wählen.
    Die Vorstandsmitglieder bleiben auch nach dem Ablauf ihrer Amtszeit bis zur Neuwahl im Amt.
  3. Außer durch Tod erlischt das Amt eines Vorstandsmitglieds mit dem Ausschluss aus dem Verein, durch Amtsenthebung und Rücktritt.
    Die Mitgliederversammlung kann jederzeit den gesamten Vorstand oder einzelne Mitglieder ihres Amtes entheben.
    Die Vorstandsmitglieder können jederzeit schriftlich Ihren Rücktritt erklären.

§ 9

Zuständigkeit des Vorstandes

  1. Der Vorstand ist für alle Angelegenheiten des Vereins zuständig, die nicht durch diese Satzung anderen Vereinsorganen vorbehalten sind.
    Er hat vor allem folgende Aufgaben:
    1. Vorbereitung der Mitgliederversammlungen und Aufstellung der Tagesordnung,
    2. Einberufung der Mitgliederversammlung,
    3. Vollzug der Beschlüsse der Mitgliederversammlung,
    4. Verwaltung des Vereinsvermögens,
    5. Erstellung des Jahres- und Kassenberichtes,
    6. Beschlussfassung über Aufnahme, Streichung und Ausschluss von Vereinsmitgliedern,
    7. Beschlussfassung über Ehrungen und Vorschläge für Ehrenmitgliedschaften.
  2. Der Vorsitzende oder der stellvertretende Vorsitzende vertritt zusammen mit einem unter § 8 Abs. 1 a. bis e. genannten weiteren Mitglied den Verein gerichtlich und außergerichtlich. Rechtsgeschäfte mit einem Betrag über EUR 250,-- sind für den Verein nur verbindlich, wenn der Vorstand zugestimmt hat.

§ 10

Sitzung des Vorstands

  1. Für die Sitzung des Vorstandes sind die Mitglieder vom Vorsitzenden, bei seiner Verhinderung vom stellvertretenden Vorsitzenden rechtzeitig, jedoch mindestens eine Woche vorher einzuladen. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens drei Mitglieder anwesend sind. Der Vorstand entscheidet mit einfacher Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden bzw. des die Sitzung leitenden Vorstandsmitglieds.
  2. Über die Sitzung des Vorstandes ist ein Protokoll aufzunehmen. Die Niederschrift soll Ort und Zeit der Vorstandssitzung, die Namen der Teilnehmer, die Beschlüsse und das Abstimmungsergebnis enthalten.

§ 11

Kassenführung

  1. Die zur Erreichung des Vereinszweckes notwendigen Mittel werden insbesondere aus Beiträgen und Spenden aufgebracht. Die Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden.
  2. Der Kassenwart hat über die Kassengeschäfte Buch zu führen und eine Jahresrechnung zu erstellen. Zahlungen dürfen nur auf Grund von Auszahlungsanordnungen des Vorsitzenden oder - bei dessen Verhinderung - des stellvertretenden Vorsitzenden geleistet werden.
  3. Die Jahresrechnung ist von zwei Kassenprüfern, die jeweils auf drei Jahre gewählt werden, zu prüfen. Sie ist der Mitgliederversammlung zur Genehmigung vorzulegen.

§ 12

Mitgliederversammlung

  1. Die Mitgliederversammlung ist für folgende Angelegenheiten zuständig:
    1. Entgegennahme des Jahres- und Kassenberichtes, Genehmigung der Jahresrechnung, Entlastung des Vorstandes,
    2. Festsetzung der Höhe des Jahresbeitrages,
    3. Wahl und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes und der Kassenprüfer,
    4. Beschlussfassung über die Änderung der Satzung und über die Auflösung des Vereins,
    5. Beschlussfassung über die Berufung gegen einen Ausschlussbeschluss des Vorstandes.
    6. Ernennung von Ehrenmitgliedern
  2. Die ordentliche Mitgliederversammlung findet jährlich mindestens einmal statt. Außerdem muss die Mitgliederversammlung einberufen werden, wenn das Interesse des Vereins es erfordert oder wenn die Einberufung von einem Fünftel der Mitglieder unter Angabe des Zwecks und der Gründe vom Vorstand schriftlich verlangt wird.
  3. Jede Mitgliederversammlung wird vom Vorsitzenden, bei seiner Verhinderung vom stellvertretenden Vorsitzenden unter Einhaltung einer Frist von zwei Wochen, schriftlich oder durch Bekanntmachung in der örtlichen Tageszeitung (Rottaler Anzeiger) einberufen. Dabei ist die vorgesehene Tagesordnung mitzuteilen.
  4. Jedes Mitglied kann bis spätestens eine Woche vor dem Tag der Mitgliederversammlung beim Vorsitzenden schriftlich beantragen, dass weitere Angelegenheiten nachträglich auf die Tagesordnung gesetzt werden. Über Anträge auf Ergänzung der Tagesordnung, die erst in der Versammlung gestellt werden, beschließt die Mitgliederversammlung.

§ 13

Beschlussfassung der Mitgliederversammlung

  1. Die Mitgliederversammlung wird vom Vorsitzenden, bei seiner Verhinderung vom stellvertretenden Vorsitzenden oder einem anderen Vorstandsmitglied geleitet. Bei Wahlen kann die Versammlungsleitung für die Dauer des Wahlgangs und der vorhergehenden Aussprache einem Wahlausschuss übertragen werden.
  2. In der Mitgliederversammlung ist jedes Mitglied – auch Ehrenmitglied – stimmberechtigt. Beschlussfähig ist die Mitgliederversammlung, wenn ordnungsgemäß dazu eingeladen wurde.
  3. Soweit die Satzung nichts anderes bestimmt, entscheidet bei der Beschlussfassung die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen; Stimmenthaltungen bleiben außer Betracht. Zur Änderung der Satzung und zur Auflösung des Vereins ist eine Mehrheit von drei Viertel der abgegebenen Stimmen erforderlich.
  4. Die Art der Abstimmung wird grundsätzlich vom Vorsitzenden als Versammlungsleiter festgesetzt. Die Abstimmung muss jedoch geheim durchgeführt werden, wenn ein Fünftel der erschienenen Mitglieder dies beantragt.
  5. Über den Verlauf der Mitgliederversammlung ist ein Protokoll aufzunehmen, das vom Vorsitzenden zu unterzeichnen ist. Die Niederschrift soll Ort und Zeit der Versammlung, die Zahl der erschienenen Mitglieder, die Person des Versammlungsleiters, die Tagesordnung, die Beschlüsse, die Abstimmergebnisse und die Art der Abstimmung enthalten. Waren in der Mitgliederversammlung mehrere Vorsitzende tätig, unterzeichnet der letzte Versammlungsleiter die ganze Niederschrift.
  6. Der Vorsitzende kann weitere Personen, Behörden und Organisationen einladen und ihnen in der Versammlung das Wort erteilen.

§ 14

Ehrungen

An Personen, die sich im Feuerwehrdienst oder auf andere Weise besondere Verdienste um das Feuerwehrwesen erworben haben, kann
  1. eine Ehrenurkunde oder
  2. die Ehrenmitgliedschaft des Vereins verliehen werden.

§ 15

Auflösung

Die Auflösung des Vereins kann nur in einer zu diesem Zweck einberufenen Mitgliederversammlung beschlossen werden. Bei Auflösung des Vereins, bei Entziehung oder Verlust seiner Rechtsfähigkeit oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an die Gemeinde, die es unmittelbar und ausschließlich für das Feuerwehrwesen zu verwenden hat.
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